Policy Paper: „Menschliche Überreste” in Universitätssammlungen

– ein dringend zu bearbeitendes Erbe kolonialer Gewalt.

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Tsogang Fossi, R., & Mehler, A. (2025). “Menschliche Überreste” in Universitätssammlungen — ein dringend zu bearbeitendes Erbe kolonialer Gewalt. Postcolonial Hierarchies in Peace and Conflict & Africa Centre for Transregional Research (ACT). Policy Paper Nr. 1. https://doi.org/10.5281/zenodo.15301624

Kolonialismus, Gewalt, menschliche Überreste, Restitution, Universitäten

 

Über diese Publikation
Dieses Policy Paper greift eine dringend notwendige Debatte über postkoloniale Hierarchien in der Forschung auf. Im Zentrum steht die Verantwortung von Universitäten, sich kritisch mit ihrer kolonialen Vergangenheit auseinanderzusetzen und fortbestehende Gewaltverhältnisse zu erkennen und zu überwinden. Trotz wachsender Sensibilität fehlt es bislang an klaren Richtlinien für universitäre Praxis und Politik, insbesondere im Umgang mit kolonialen Sammlungen und der Rückgabe menschlicher Überreste. Um Forschung von diesen problematischen Grundlagen zu befreien, braucht es eine systematische und methodologische Auseinandersetzung sowie eine enge Zusammenarbeit mit betroffenen Gemeinschaften und politischen Akteuren. Das Africa Centre for Transregional Research (ACT) der Universität Freiburg beantragte erfolgreich eine Förderung beim Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst (MWK) in Baden-Württemberg, um die Herkunft kolonialer Relikte zu erforschen. Basierend auf diesen Erfahrungen zeigt dieses Policy Paper konkrete Wege auf, wie Universitäten ihre koloniale Vergangenheit aufarbeiten können.

Maka Delegation am 06.03.25 Copyright Linden Museum Stuttgart Foto: Dominik Drasdow
Maka Delegation am 06.03.25
© Linden-Museum Stuttgart, Foto: Dominik Drasdow

 

Richard Tsogang Fossi ist wissenschaftlicher Mitarbeiter im Fachbereich Kunstgeschichte an der TU Berlin. Er ist promovierter Germanist und lehrt an den Universitäten Dschang und Ebolowa in Kamerun. Zudem war er kuratorischer Forschungsstipendiat am MARKK Hamburg im Rahmen der Ausstellung „Hey Hamburg, kennst Du Dualla Manga Bell?“ (2020). Seine Forschungsschwerpunkte sind die deutsche Kolonialgeschichte und -erinnerung in Deutschland und Kamerun, deren Darstellung in Schulbüchern und literarischen Werken ehemaliger Kolonien sowie die Provenienzforschung zu kamerunischen Kulturgütern aus der Kolonialzeit in Deutschland.

 

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Andreas Mehler ist Direktor des Arnold-Bergstraesser-Instituts (ABI) und Professor für Entwicklungstheorien und Entwicklungspolitik an der Universität Freiburg. Er ist außerdem Direktor des Africa Center for Transregional Research (ACT). Seine Forschung umfasst politische Transformationen in Afrika, insbesondere in West- und Zentralafrika, staatliche Fragilität und Gewaltkonflikte sowie die Rolle externer Akteure in innerafrikanischen Dynamiken.

 

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Das Afrika-Zentrum Freiburg ist ein Kompetenzzentrum für transregionale, reziproke Afrikastudien und gesellschaftlichen Austausch.

 

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